
Ob Sie Wolkenkratzer aus Bausteinen gebaut, extravagante Papierflugzeuge gefaltet oder Skulpturen im Sandkasten geschaffen haben – Erinnerungen an Kinderspiele rufen oft Wärme und Nostalgie hervor. Trotz dieser positiven Konnotationen wird Spiel im Bildungsbereich oft eher als Begleitung denn als Vehikel des Lernens angesehen. Jenseits der frühen Jahre führen die Betonung von strukturiertem Lernen und einem vollen Lehrplan dazu, dass Spiel leicht übersehen oder verdrängt werden kann.
Doch Erfahrungen im Klassenzimmer und eine wachsende Anzahl von Forschungsarbeiten, darunter ein aktuelles Projekt aus Harvard, deuten darauf hin, dass sich das Blatt wendet. Die Forschung belegt überzeugend, dass Spiel das Lernen unterstützt, und die gute Nachricht ist, dass Spiel in allen Altersgruppen und Fächern angewendet werden kann, um Schülern zum Erfolg zu verhelfen.
Vorteile des Spiels
Rund um den Globus erleben Pädagogen hautnah die kognitiven, sozialen, körperlichen und emotionalen Vorteile des Spiels. Dazu gehören unter anderem:
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Bessere Exekutivfunktionen und akademische Leistungen.
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Verbesserte soziale Fähigkeiten wie Konfliktlösung, Verhandlung und Teilen.
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Erhöhte Empathie, Selbstvertrauen, Emotionsregulation, Initiative und Resilienz.
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Gesteigerte Zusammenarbeit, Kommunikation, Problemlösung, kritisches Denken und Kreativität.
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Körperliches Spiel verbessert motorische Fähigkeiten, Herz-Kreislauf-Fitness und Immunität.
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Verbesserte Gehirnstruktur und -funktion. 1 2 3 4
Tipps für spielerisches Lehren
In Harvards „Pedagogy of Play (PoP)“ von Project Zero sehen sowohl Lehrer als auch Schüler eine spielerische Denkweise als integralen Bestandteil erfolgreichen Lernspiels. Neben einem Kulturwandel zur Integration von Spielerischem in Bildungseinrichtungen hebt PoP auch diese fünf Schlüsselpraktiken für Lehrer hervor:
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Befähigen Sie Lernende, ihr eigenes Lernen zu leiten
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Bauen Sie eine Kultur des kollaborativen Lernens auf
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Fördern Sie Experimentierfreude und Risikobereitschaft
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Ermutigen Sie zu fantasievollem Denken
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Begrüßen Sie alle Emotionen, die durch das Spiel entstehen
Spielerisches Lernen in der Praxis
In einem spielerischen Klassenzimmer ermutigen Lehrer Schüler, ihren Interessen und Neugierden zu folgen, ihre Vorstellungskraft zu nutzen, Risiken einzugehen, Fehler zu machen, zusammenzuarbeiten, Spaß zu haben und über ihre Emotionen nachzudenken, während sie sie auf ihre Lernziele hinführen. Mit etwas Kreativität und Vorstellungskraft kann Spiel in allen Altersgruppen, Fächern und Themen integriert werden.
Beispiele für spielerisches Lernen
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Erforschen Sie die Wissenschaft hinter dem Klimawandel und entwerfen und bauen Sie dann aus recyceltem Karton eine Stadt, die einigen vorhergesagten Klimaauswirkungen standhalten und diese sogar abmildern kann (probieren Sie unsere Zukunftsstadt-Aktivität aus).
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Um die Geschichte zu erkunden, erwecken Sie eine historische Persönlichkeit zum Leben, indem Sie eine Kartonstütze oder eine Kulisse erstellen, die mit ihr in Verbindung steht (probieren Sie unsere Lektion „Geschichte-Macher“ aus).
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Verwenden Sie recycelten Karton und gefundene Materialien, um ein Flugzeug zu entwerfen und zu bauen, das zwischen zwei Punkten fliegen kann, während Sie die Prinzipien des Fliegens lernen (probieren Sie unsere Aktivität „Auf und davon“ aus).
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Haben Sie Spaß im SEL (Soziales und emotionales Lernen), indem Sie persönliche Stärken und Identität durch die Schaffung einer Kartonfigur erforschen, die so einzigartig ist wie ihr Schöpfer (probieren Sie unsere Lektion „Ein Geschöpf wie Sie“ aus).
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Bringen Sie Mode an neue Orte, indem Sie Karton und Technologie kombinieren, um ein tragbares Outfit mit Blinklichtern oder beweglichen Teilen zu schaffen, um es wirklich zum Leuchten zu bringen (probieren Sie unsere Lektion „Karton-Modenschau“ aus).
Ein spielerisches Klassenzimmer kann etwas laut und unordentlich sein, seien Sie also geduldig und neugierig mit Ihren Schülern, und geben Sie allen Beteiligten (einschließlich Ihnen selbst) Zeit, einen spielerischen Ansatz zu entwickeln, der in Ihrer Umgebung funktioniert, und beobachten Sie dann, wie sich die Vorteile entfalten.
Referenzen:
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Arrow, J. (2019). How to use play for learning. Edutopia, 22 June: https://www.edutopia.org/article/how-use-play-learning/.
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Mardell, B., Ryan, J., Krechevsky, M., Baker, M., Schulz, T. S., and Liu- Constant, Y. (2023). A pedagogy of play: Supporting playful learning in classrooms and schools. Cambridge, MA: Project Zero.
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Simpson, M. (2024). A Practical Guide to Play in Education: Primary School and Beyond. Taylor & Francis.
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Yogman, M., Gardner, A., Hutchinson, J., Hirsh-Pasek, K., and Golinkoff, R. (2018). The Power of Play: a Pediatric Role in Enhancing Development in Young Children. AAP, D.C: Pediatrics.